RESERVISTEN BEZIRK OBERFRANKEN
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18.10.2016 Oberfränkische Reservisten übten wieder im Wendelsteingebiet Kaiserwetter beim Gipfelsturm Soinhütte auf 1.600 Metern war Basislager Die Soinhütte ist eine Ausbildungshütte der Bundeswehr im Wendelsteingebiet zwischen Sudelfeld und Brannenburg. Sie liegt auf einer Höhe von 1.600 Metern und wurde bereits 1940 erbaut. Erreichbar ist sie ausschließlich zu Fuß, Materialien können über einen befahrbaren Almweg und anschließend mit einer Materialseilbahn herangeschafft werden. So ließt es sich in der offiziellen Beschreibung im Internet. 30 oberfränkische Reservisten nutzten vor kurzem, unter der Leitung von Oberstleutnant Michael Krug (RK Donndorf-Eckersdorf), diese Ausbildungshütte der Bundeswehr als Basislager der jährlichen Gebirgsausbildung. Vorangegangen war im Mai eine Vorausbildung in der Fränkischen Schweiz. Bereits am Donnerstag verlegte das Hofer Vorkommando unter Führung von Oberstabsfeldwebel Manfred Hofmann in die Hochstaufenkaserne nach Bad Reichenhall um dort die Verpflegung und noch benötigte Ausrüstungsteile zu übernehmen und diese zur Soinhütte zu transportieren. Für Verpflegung, Bettwäsche und persönliche Ausrüstung konnten Hofmann, Stabsgefreiter Peter Blüchel, Hauptgefreiter Florian Kober und Obergefreiter Emmanuel Blüchel die Materialseilbahn nutzen. Alle anderen, unter Leitung von Oberstleutnant Krug, mussten die persönliche Ausrüstung zur 1.600 Meter hoch gelegenen Hütte über 600 Höhenmeter auf dem Rücken bergwärts tragen. Bereits am Freitag-Nachmittag unterrichteten die Ausbilder die Teilnehmer im Benutzen der Klettergurte, führten eine Auffrischung des Themas Knoten und Bunden durch und übten erste , einfache Abseiltechniken am vor kurzem mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen neu hergerichteten Kletterfelsen. Am Abend standen noch die Themen Alpine Gefahren, Sanitätsausbildung und Verhalten im Gebirge auf dem Dienstplan. Der Samstagmorgen stand dann ganz im Zeichen des Bergmarsches zum Wendelstein. Über die Zeller Scharte und vorbei an der Kesselwand erreichte die Gruppe bereits um 09:00 Uhr den Gipfel des 1.823 Meter hohen Wendelsteins. Zwar war die Aussicht im noch herrschenden Morgendunst nicht allzu spektakulär. Aber der Blick reichte von Kampenwand über Zahmen und Wilden Kaiser bis zum Großglockner, der in der Ferne gerade noch schemenhaft zu erkennen war. Nach einer „Umrundung“ des Wendelsteins auf dem Panoramaweg mit tollen Ausblicken, erfolgte der Abstieg zum „Basislager“ mit einem kurzen Abstecher auf die 1.717 Meter hohe Soinspitze. Nach einer kurzen Mittagspause stand der Nachmittag ganz im Zeichen der Ausbildung im Klettergarten in unterschiedlichen Leistungsgruppen. Abseilen aus einer senkrechten, 35 Meter hohen Wand, Quergänge, erste Kletterversuche und immer wieder Knoten und Bunde füllten den Ausbildungstag bis kurz nach 18:00 Uhr aus. Da immer nur fünfzehn Soldaten üben konnten, unternahmen die anderen Kameraden wieder kleinere Bergtouren. Bei gutem Bergwetter stiegen kleiner Gruppen zum Wildalpjoch (1.720) und die Lacherspitz (1.633) auf und genossen Ausblicke und die wärmenden Sonnenstrahlen ebenso wie die in diesem Gebiet häufig anzutreffenden Murmeltiere. Der Sonntagvormittag war nochmals ausgefüllt mit kleineren Bergtouren, der Überprüfung und Verpackung der persönlichen Ausrüstung sowie der Reinigung der Hütte. Gegen 12:00 Uhr trat dann das Hauptkontingent den Rückmarsch zum Parkplatz auf dem Sudelfeld an. Insgesamt absolvierten die oberfränkischen Reservisten in den knapp zwei Ausbildungstagen rund 2.400 Höhenmeter. Montag früh übergab das 4-köpfige Nachkommando die Soinhütte wieder an Toni den Hüttenwart, packte die Materialseilbahn voll und stieg zum Parkplatz ab. In Brannenburg wurde der Müll in der dortigen Sammelstelle „entsorgt“ und in der Hochstaufenkaserne in Bad Reichenhall das empfangene Material zurückgegeben.
• Auf der Lacherspitz (2. von rechts Leitender Oberstleutnant Michael Krug) • Ausbildungsfelsen (senkrechte Wand mit vielen Möglichkeiten)
• Murmeltiere
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