RESERVISTEN BEZIRK OBERFRANKEN
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28.04.2017 - 01.05.2017 - Oberfränkische Reservisten übten im Gebiet der Winkelmoosalm/Steinplatte Massivem Wintereinbruch getrotzt Reichenhaller Haus auf 1.200 Metern war Basislager Die Bezirksgruppe Oberfranken im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr führte vom 28.4. – 1.5.2017 eine Gebirgsausbildung im Bereich Winkelmoosalm/Steinplatte durch. Ziel der Ausbildung war die Auffrischung der Gebirgsfähigkeiten sowie die Vertiefung der kameradschaftlichen Beziehungen durch gemeinsames Erleben der Hochgebirgswelt. Die Vorbereitung und Koordination des gesamten Aufenthaltes lag in den Händen von Oberstabsfeldwebel Manfred Hofmann (RK Hof) und des Kreisorganisationsleiters, Stabsfeldwebel Michael Ries (Kulmbach). Das 1926 erbaute Reichenhaller Haus ist eine Ausbildungshütte der Bundeswehr auf der Winkelmoosalm. Sie liegt auf einer Höhe von 1.200 Metern und kann mit Fahrzeugen erreicht werden. Die oberfränkischen Reservisten nutzten demnach am letzten Aprilwochenende, unter der Leitung von Oberstleutnant Michael Krug, diese Ausbildungshütte der Bundeswehr als Basislager der jährlichen Gebirgsausbildung. Bereits am Donnerstag verlegte das Vorkommando unter Führung von Oberstabsfeldwebel Manfred Hofmann und Stabsfeldwebel Jürgen Knieling mit Zwischenstationen bei den Gebirgsjägern in der Bad Reichenhaller Hochstaufenkaserne (dort wurde die Kletterausrüstung und Bettwäsche empfangen) und der Jägerkaserne in Bischofswiesen (Zwischenübernachtung) zur Reichenhaller Hütte, die am späten Freitagvormittag übernommen wurde. In der Küche bereiteten die Stabsunteroffiziere Mamat und Lasner vom Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall aus der „Standardverpflegung“ Gerichte wie in einem Sternehotel auf. Das Auge „aß immer mit“. Bei beiden sind die Worte Berufung und Beruf deckungsgleich. Trotz des massiven Wintereinbruches trafen alle Teilnehmer am Freitag bis 16:00 Uhr im Reichenhaller Haus ein. Manch einer musste sein Kfz trotz Wintersausrüstung zwangsweise an der 18%-igen Steigung der Zufahrtsstraße in einer Ausweichbucht über Nacht stehen lassen und erreichte die Hütte mit dem persönlichen Gepäck nur zu Fuß. Am Freitag-Abend unterwiesen die Ausbilder die Teilnehmer im Benutzen der Klettergurte, führten eine Auffrischung des Themas Knoten und Bunde durch und bereiteten so auf die weiteren Ausbildungsabschnitte vor. Ebenso standen die Themen Alpine Gefahren, Sanitätsausbildung und Verhalten im Gebirge auf dem Dienstplan. Der Morgen begann mit der traditionellen Flaggenparade. Eine Tradition die in den Vorjahren Oberstleutnant Ewald Reichel wiederbelebte und an der die Oberfränkischen Reservisten festhalten. Für die richtigen Töne sorgte in bewährter Weise Obergefreiter Norbert Fleissner. Wie wichtig diese am Vorabend abgehandelten Themen sind, zeigte sich am Samstag beim Bergmarsch zur Steinplatte. Rund 12 Streckenkilometer und insgesamt 1.400 Höhenmeter im teilweise hüfthohen Neuschnee machten den „Ausflug“ zum 7-Stunden-Trip. Schafft ein Berggänger normalerweise 300 Höhenmeter ohne Probleme in 1 Stunde, so verdoppelte sich an diesem Tag die Zeit für diese Distanz. Dass an das Üben im Klettersteig an diesem Tag nicht zu denken war, versteht sich von selbst. Dennoch genossen die Teilnehmer bei strahlend blauem Himmel die Sicht auf die Loferer Steinberge, die Reiteralpe und das Watzmann-Massiv in vollen Zügen. Auch der Sonntag schenkte den Oberfranken Traumwetter. Fast alle machten sich in unterschiedlichen Marschgruppen auf zum 1.767 Meter hohen Dürrnbachhorn und stapften tapfer durch knietiefen Schnee in rund zweieinhalb Stunden zum Gipfelkreuz. Das Bergpanorama machte alle Plackerei ganz schnell vergessen. Und jeder war stolz auf die erbrachte körperliche Leistung. Am Abend überraschten die Köche mit einem Grillabend. Fleisch und Wurst vom Holzkohlengrill fanden reißenden Absatz. Der Abend klang mit Gitarrenmusik von Jürgen Knieling, Gesang und vielen Geschichten aus. Den Vormittag am „Tag der Arbeit“ nutzten die Teilnehmer für eine kleine 2-Stunden-Tour im Umfeld des Reichenhaller Hauses. Zeitgleich brachten einige Kameraden die Unterkunft wieder „auf Vordermann“. Nach einem gemeinsamen Mittagessen trat das Hauptkontingent die Heimreise an. Zurück blieb das Nachkommando, das am Dienstag die Hütte wieder an den Hüttenwart übergab, in Bad Reichenhall die übernommene Ausrüstung zurückgab und dann die Heimreise antrat. Text: Jürgen Knieling Bilder: Jürgen Knieling und Florian Kober Unsere Bilder: • Geländeeinweisung • Gipfelschnee • Knie(ling)tief • Flaggenparade • Dürrnbachhorn-Gipfel
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