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12.06.2017 RK Hof/Quelle: Frankenpost Hof Thomas Brecht, Leiter des Kreisverbindungskommandos Hof, ist der neue Schlappenkönig Schlappentag: Die Schützen feiern 585. Geburtstag Thomas Brecht, Lehrer, Oberstleutnant und Schütze, ist der neue Schlappenkönig. Der Titel bleibt damit für ein Jahr bei den Privilegierten Scheibenschützen. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht hält Thomas Brecht eine knallgelbe, perfekt geformte Zitrone zwischen den Fingern. Der neue Schlappenkönig steht am Montagmorgen auf der Bühne vor dem Hofer Rathaus und lässt sich beim Empfang zum 585. Schlappentag feiern und sich die schwere Kette des Schlappenkönigs umlegen. Der 48-jährige Oberstleutnant, Lehrer an der Christian-Wolfrum-Mittelschule in Hof und Schütze bei der Privilegierten Scheiben-Schützen-Gesellschaft (PSSG) darf nun die exotische Frucht sein eigen nennen. Früher war die Zitrone ein wertvolles Geschenk, das der beste Schütze als Beweis und Anerkennung für seinen Sieg bekam. Heute ist die Zitrone zwar nicht mehr so wertvoll, aber als Symbol erhalten geblieben. Als süßes Bonbon zur sauren Frucht darf der Schlappenkönig ein Jahr lang kostenlos in seiner Heimatstadt parken. Jeweils ein halbes Jahr freies Parken und somit den zweiten und dritten Platz belegten Frankenpost -Redakteurin Gertrud Pechmann und der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Hof, Dieter Döhla. Die Redakteurin, die neu in Hof ist, hielt beim Schlappenschießen das erste Mal ein Gewehr in der Hand und hatte offensichtlich viel Glück. Auch Dieter Döhla hatte die Fortuna geküsst, obwohl er gar nicht selbst geschossen, sondern "einen Schützen, was zulässig ist, gekauft" hatte. Bei der Proklamation stellt Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner fest: "Der Hofer Schlappentag ist gelebte Geschichte. Das ist auch wichtig, wenn wir uns darum bewerben, in die Landesliste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen zu werden." Er dankt der PSSG für die Ausrichtung des Schlappentages und begrüßt Vertreter des Handwerks, der Politik, der Partnerstädte und die Bürgermeister der umliegenden Städte und Gemeinden. Oberschützenmeister Günter Hornfeck geht auf die Geschichte des Schlappentags ein: "Aufgrund des Hussiten-Einfalls im Jahr Jahr 1430 kam es zur Gründung der Schützen-Gilde." Seit 1432 übte die neue Schützengilde einmal im Jahr. Die Männer taten das meist erst am letztmöglichen Tag, dem "Montag nach Trinitatis". Sie eilten in ihren Arbeitsschlappen zum Schießplatz. Hieraus entwickelte sich der Festzug zum Schießhäuschen. Schon bald wurde zu den Schießübungen auch das Schlappenbier eingebraut. "Diese Tradition hat sich immer weiterentwickelt und erfreut sich wachsender Beliebtheit", sagt Kreishandwerksmeister Christian Herpich. Alle Menschen, die am Schlappentag teilnähmen, leisteten einen Beitrag dazu, dass eine der ältesten deutschen Handwerks- und Schützentraditionen Bestand hat. Und vielleicht in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wird.
1. Bezirksschützenmeister Oberfranken Alexander Hummel, Lena Hochstraßer Bayerischen Bierkönigin 2017/18, Thomas Brecht Oberstleutnant und Schütze bei der Privilegierten Scheiben-Schützen-Gesellschaft (PSSG), Oberschützenmeister Günter Hornfeck von der Privilegierten Scheiben-Schützen-Gesellschaft (PSSG).
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